Niedrigseilgarten – Aufbau als Teambuilding

Bild zur Sippenstunde

Niedrigseilgarten

3-20
12 – 16+ Jahre
Outdoor
90 Minuten

Beim gemeinsamen Aufbau eines Niedrigseilgartens stehen Teamarbeit, Kommunikation und Zusammenarbeit im Vordergrund. Die Teilnehmenden planen und bauen in Kleingruppen einzelne Abschnitte, die am Ende einen gemeinsamen Parcours ergeben.

Ablauf

  1. Einteilung der Gruppen
  2. Einweisung und Abklärung
  3. Planung
  4. Durchführung
  5. Kurzreflexion
  6. Vorstellung der Abschnitte
  7. Bauabnahme
  8. Optional: Nachbesserung
  9. Begehung
  10. Abschlussreflexion

1. Einteilung

Je nach Anzahl der Teilnehmenden werden Kleingruppen mit jeweils 3–6 Personen gebildet. Jede der Kleingruppen wird einen Abschnitt bauen. Bei weniger als 6 Personen bauen alle gemeinsam den gesamten Parcours.

2. Einweisung und Abklärung

Gemeinsame Einweisung

  • Baumschutz beachten
  • Richtiger Umgang mit Ratschen
  • Vorstellung des mitgebrachten Baumaterials
  • Maximale Aufbauhöhe: Kniehöhe
  • Die einzelnen Slacklines sollen einen zusammenhängenden Parcours ergeben
  • Auf den Slacklines darf nicht gewippt oder gesprungen werden
  • Ziel der Aktion vorstellen (eigener Niedrigseilgarten, mit verschiedenen Hindernissen)
  • (Optional) Vorstellung von möglichen Bauweisen

Jede Gruppe bespricht kurz, was den einzelnen Teilnehmenden bei der Zusammenarbeit wichtig ist.

3. Planung (max. 15 Minuten)

Jede Kleingruppe plant ihren Parcoursabschnitt mit einer Slackline und verschiedenen Hindernissen.

Wichtig: Während der Planungsphase darf kein Material angefasst oder bewegt werden.

Anschließend können sich die Gruppen kurz austauschen, wer welches Material benötigt und wie die einzelnen Abschnitte miteinander verbunden werden.

4. Durchführung

Während der gesamten Bauphase dürfen die Teilnehmenden nicht miteinander sprechen. Dies fordert eine stärkere Kooperation untereinander.

Vor Beginn erhalten die Gruppen noch einmal zwei Minuten Zeit, um letzte Absprachen zu treffen. Danach beginnt die stille Bauphase.

Benötigt eine Gruppe Unterstützung, können die Teilnehmenden durch Hüpfen und Winken auf sich aufmerksam machen. Ein Teamer kommt dann zur Hilfe.

Die Teamer sagen regelmäßig die verbleibende Zeit an. Bei Bedarf kann die Bauzeit um etwa fünf Minuten verlängert werden.

5. Kurzreflexion

Nach der Bauphase findet eine kurze Reflexion innerhalb der Gruppen statt.

Mögliche Fragen:

  • Wie habe ich die Zusammenarbeit erlebt?
  • Was hat mir geholfen?
  • Was war schwierig?

6. Vorstellung der Abschnitte

Gemeinsam wird der gesamte Parcours besichtigt. Jede Gruppe stellt ihren Abschnitt vor und erklärt, welche Hindernisse überwunden werden müssen.

7. Bauabnahme

Jeweils eine Person aus einem anderen Team übernimmt die Rolle der „Bauaufsicht“ und überprüft den Abschnitt auf Sicherheit.

Die Teamer kontrollieren zusätzlich die sicherheitsrelevanten Punkte und geben den Parcours erst nach erfolgreicher Prüfung frei.

8. Nachbesserung (optional)

Werden bei der Bauabnahme Mängel festgestellt, erhält die jeweilige Gruppe die Möglichkeit, ihren Abschnitt nachzubessern.

9. Begehung

Nun wird der fertige Parcours gemeinsam begangen.

Dabei gelten folgende Regeln:

  • Maximal vier Personen gleichzeitig auf einer Slackline, sofern die zulässige Belastung dies erlaubt
  • Nicht wippen oder springen
  • Innerhalb des Teams muss durchgehend Hand- oder Körperkontakt bestehen
  • Mindestens eine Person aus dem Team muss immer einen Baum berühren, falls möglich.

Die Begehung erfolgt erst nach Freigabe durch die Teamer. Die zulässige Belastung und die sichere Nutzung müssen vorab geprüft werden.

10. Abschlussreflexion

Zum Abschluss wird die gesamte Aktion gemeinsam reflektiert.

Mögliche Fragen:

  • Wie hat die Zusammenarbeit im Team funktioniert?
  • Welche Herausforderungen gab es?
  • Wie haben wir Probleme gelöst?
  • Was hat ohne Sprache gut funktioniert?
  • Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?